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Einheiten

ABC-Zug Altötting



Entwicklung:
Der ABC-ZUG Altötting besteht seit dem Jahr 1981. Das Personal besteht ausschließlich aus aktiven Mitgliedern der Wehr Altötting


Personal:
Im ABC-ZUG sind ausschließlich aktive Mitglieder der Feuerwehr Altötting, die freiwillig diesen Zusatzdienst mit dem damit verbundenen Mehraufwand leisten. Zuständige Führungskraft ist der Gefahrgut-Fachberater und Zugführer Klaus Bledau.
Aufgaben:
Unter ABC-Gefahren versteht man den Schutz vor den Auswirkungen von atomaren (A), biologischen (B) und chemischen (C) Gefahren. Seit einiger Zeit wird statt des Ausdrucks ABC auch die Buchstabenkombination CBRN verwendet. Die Unterscheidung zwischen radiologischer (R) und nuklearer (N) Bedrohung beschreibt die unterschiedlichen Ausbringungsarten einer radioaktiven Kontamination. Nuklear bezeichnet dabei den Bereich von Kernwaffenexplosionen und deren Folgewirkungen; radiologisch bezeichnet die weiteren Ausbringungsarten, vorrangig in Form einer radioaktiven Dispersionsvorrichtung (sog. „Schmutzige Bombe“).
ABC-Gefahrstoffe können sowohl vorsätzlich als auch durch einen Unglücksfall, beispielsweise beim Transport, in die Umgebung gelangen und so zu einer Gefahr für die Bevölkerung werden. Für die Wirkung 
auf Betroffene ist es dabei unerheblich, welcher Grund für das Freiwerden von ABC-Gefahrstoffen verantwortlich ist. (Quelle bbk.bund.de)

  • Die Messkomponente:
Diese besteht aus dem ABC-Erkunder der seit 2003 in Altötting stationiert ist. Die Ausstattung des ABC-ErkKW wurde erweitert durch folgende Komponenten:

-5 Gasmessgerät
-2m EX-Funkgeräte
-autarke Wetterstation
-CMS-Messgeräte
-Siegrist Polytec Prüfröhrchen
-Fernthermometer
-Dekontaminationsmittel für das Personal
-Fax und Telefon
-Top 10 Karte für Bayern

  • Die Dekoneinheit:
Diese besteht aus dem Dekon-LKW-P der seit 2013 in Altötting stationiert ist. Das Fahrzeug dient primär dem Transport von Ausstattung zur Dekontamination und der anschließenden hygienischen Reinigung der Einsatzkräfte. Es kann im Rahmen der Gefahrenabwehr bei chemischen, biologischen und radiologischen Kontaminationen zur Entgiftung. Entseuchung und Entstrahlung eingesetzt werden.
- Das Fahrzeug:
Als Trägerfahrzeug kommt ein MAN TGM 18.340 4x4 BB mit Doppelkabine, Pritsche mit Plane und Spiegel, Ladebordwand; einfachbereift, zum Einsatz:
 - Leistung: 250 kW (340 PS)
 - zul. Gesamtmasse 16.000 kg, Nutzlast: 6.600 kg
 - Allradantrieb, zu schaltbar, Differentialsperren an Vorder- und Hinterachse
 - Ladebordwand mit 1.500 kg Hubkraft
 - Besatzung 1/5 (Staffel)

- Die Ausstattung:
Auf dem Fahrzeug ist die komplette Ausstattung verlastet, die für den Aufbau und den Betrieb eines Dekontaminationsplatzes benötigt wird. Die zentralen Bestandteile sind:
 - ein Dusch- und Aufenthaltszelt, beide luftgestützt
 - Einpersonenduschkabine
 - ein Wasserdurchlauferhitzer zur Warm- und Heißwasserversorgung
 - ein Zeltheizgerät, dieselbetrieben
 - eine Pumpe zur Frischwasserversorgung
 - ein Stromerzeuger
 - Frischwasservorratsbehälter
 - zwei Schmutzwasserpumpen und ein Abwasserbehälter
 - Schlauchmaterial und Armaturen
 - Beleuchtungsmaterial und Elektrokabel

- Duschkabine und Zelte:
In der Einpersonenduschkabine werden die Einsatzkräfte vor dem Ablegen des Chemikalienschutzanzugs dekontaminiert. In den Zelten erfolgen die hygienische Reinigung und das anschließende Ankleiden der Einsatzkräfte.

- Warmwasserdurchlauferhitzer:
Der Warmwasserdurchlauferhitzer erhitzt das Frischwasser und stellt für die Dekontamination von Personen Duschwasser zur Verfügung.
 - Duschwasser 38 oe
 -Wasserdurchsatz 2800 l/h
 - Wärmeleistung 100 kW
 - Wärmeträger: Diesel oder Heizöl

- Frischwasserpumpe:
Die Frischwasserpumpe versorgt den Wasserdurchlauferhitzer mit Frischwasser aus den Vorratsbehältern.
 - Förderleistung 3.500 l/h
 - Ausgangsdruck 5 bar

- Zeltheizgerät:
Das Zeltheizgerät erzeugt mit Hilfe eines Wärmetauschers aus angesaugter Umgebungsluft warme Luft zum Beheizen der Zelte. Gleichzeitig verhindert die in das Aufenthaltszelt eingeblasene Luft, dass Schadstoffe in den sauberen Bereich des Dekontaminationsplatzes gelangen.
 - Luftleistung 2500 m3/h
 - Wärmeleistung 45 kW
- Dekontamination von Personen:
Kommt es zu einer Freisetzung von chemischen, biologischen oder radioaktiven Gefahrstoffen, müssen sich Einsatzkräfte lageabhängig in kontaminiertem Gebiet bewegen. Bei Verlassen des abgesperrten Gefahrenbereiches müssen sie eine Dekontamination durchlaufen, um sich und andere Personen nicht durch Verschleppung von Gefahrstoffen zu gefährden.
Im ersten Schritt werden sie dazu in der Einpersonenduschkabine von Helfern, ebenfalls unter Schutzausrüstung, dekontaminiert. Hieran schließt sich das Auskleiden aus dem schweren Chemikalienschutz, ebenfalls mit Helfern, an.
Als zweiter Schritt erfolgt im Duschzelt eine hygienische Reinigung. Nach dem Ankleiden, und gegebenenfalls einer Ruhepause, sind die Einsatzkräfte wieder bereit für einen erneuten Einsatz.

- "Mehrwert" des Dekon P:
Am Dekontaminationsplatz können auch an der Einsatzstelle angetroffene Personen dekontaminiert werden.
Neben der ursprünglichen Aufgabe Dekontamination ist das System auch für andere Zwecke einsetzbar. Die Zelte bieten bei Katastrophenschutzeinsätzen einen guten Witterungsschutz und können beispielsweise als Aufenthaltsräume genutzt werden.
Im Winter besteht durch das Zeltheizgerät zudem die Möglichkeit der Beheizung. Besonders während lang andauernder Einsätze bei Großschadenslagen können diese Teile der Ausstattung für Einsatzkräfte und Betroffene von großem Wert sein.


Quellenangabe:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz
und Katastrophenhilfe (BBK)
Provinzialstrasse 93
53127 Bonn
Postfach 1867
53008 Bonn
Telefon: +49(0)228-99550-0
Homepage: www.bbk.bund.de
 
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